Multiversum – Der Aufbruch

Kurz & Knapp: Petra Mattfeldt »Multiversum«

Gelesen & vorgestellt von Ilka Stitz

»Multiversum – Der Aufbruch«
Petra Mattfeldt

Multiversum ist die Geschichte von Tom Stafford, der gerade neun Jahre alt ist, als seine Eltern bei einem Bootsunfall ums Leben kommen. Er wächst fortan bei seiner Großmutter auf, bis er sechs Jahre später eine Nachricht erhält, die scheinbar von seiner Mutter geschrieben wurde. Nicht nur, dass seine Eltern eigentlich tot sein müssten – die Nachricht stammt allem Anschein nach auch noch aus dem Mittelalter.
Auf unerklärliche Art tauchen auch andere mittelalterliche Artefakte auf. Außerdem schalten sich der Geheimdienst und ein Professor mit einer scheinbar verrückten Theorie ein. Er behauptet, die Lösung des Falles könnte in der “Viele-Welten-Theorie” der Quantenforschung zu finden sein. Diese “Viele-Welten-Theorie” sagt aus, dass es nicht nur ein Universum, sondern eine Vielzahl von Universen gibt, die nebeneinander existieren und sich an manchen Stellen überschneiden. Bei einem Test an der Stelle, wo Toms Eltern mit dem Boot verunglückten, entdeckt man eigenartige Veränderungen. Bei dem Versuch, diese zu erforschen, verschwinden auch Tom und Maximilian spurlos …

Erschienen Buntstein Verlag
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Autorin.

Zeitsprünge

Zeitreiseromane erfreuen sich immer wieder großer Beliebtheit. Plötzlich finden sich die Helden im Mittelalter wieder, oder im 19. Jahrhundert, oder gar nicht so weit und doch Welten entfernt in den 70er Jahren. Dergleichen berichteten wir bereits anlässlich der Zeitreisetrilogie von Bea Rauenthal.
Doch sind Zeitreisen nicht eigentlich unmöglich … ? Warum das ist ist, erklärt Petra Mattfeldt in ihrem kürzlich erschienenen Roman »Multiversum – Der Aufbruch«. Kenner der Materie wissen, dass es sich bei dieser Autorin um Caren Benedict handelt, die seit Jahren historische Romane schreibt.

Spannende Geschichte mit sympathischen Helden

»Multiversum« ist auf dem Cover als Roman für Jugendliche ab 12 Jahren deklariert, aber auch Erwachsene können das Buch ohne Schaden zu nehmen lesen und sich dabei gut unterhalten fühlen. Denn Petra Mattfeld widmet sich darin einem für jede Altersklasse interessanten Thema aus dem Bereich der Quantenphysik, nämlich dem der Annahme von Paralleluniversen. Diese existieren zwar nebeneinander, doch muss deren jeweiliger Geschichtsverlauf nicht zwangsläufig mit dem unseres Universums identisch sein. Die Erklärung, die Petra Mattfeld ihren Helden Professor Steiner dazu abgeben lässt, ist allerdings nicht unbedingt verständlicher oder einleuchtender als die einer Wissenschaftssendung im ZDF. Doch wenn man gewillt ist, an die Existenz von Paralleluniversen zu glauben, entwickelt sich eine fesselnde Geschichte mit sympathischen Protagonisten. Allen voran ist der junge Held Tom Stafford zu nennen, der völlig überraschend eine Nachricht von seinen tot geglaubten Eltern findet. Nicht allein die Nachricht verblüfft, auch die Tatsache, dass sie aus dem Mittelalter stammt. Für Professor Steiner, der als Sachverständiger zu Rate gezogen wird, belegt die Nachricht nicht nur die Existenz von Paralleluniversen, sondern beweist auch, dass es Überschneidungen zwischen den verschiedenen Universen geben muss. Und, so vermutet Professor Steiner, an diesen Knotenpunkten könnte ein Transfer gelingen … Ob es aber Tom mit seinen Helfern gelingt, sich in einer fremden Zeit zu behaupten, und den Eltern auf die Spur zu kommen erfährt der Leser in einer spannenden Geschichte, die weniger von überraschenden Wendungen als durch die sympathischen Helden profitiert.

Fortsetzung kommt!

Und die Geschichte geht weiter, für 2016 ist der Folgeband angekündigt. Damit ist auch im nächsten Jahr eine spannende Urlaubslektüre gesichert!