Yuval Noah Harari – Eine kurze Geschichte der Menschheit

Histo Journal Buchbesprechung: Yuval Noah Harari »Eine kurze Geschichte der Menschheit«

Gelesen & notiert von Ilka Stitz

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Inhalt
Der Mensch: Krone der Schöpfung oder Schrecken des Ökosystems?

Wie haben wir, Homo Sapiens, es geschafft, den Kampf der sechs menschlichen Spezies ums Überleben für uns zu entscheiden? Warum ließen unsere Vorfahren, die einst Jäger und Sammler waren, sich nieder, betrieben Ackerbau und gründeten Städte und Königreiche? Warum begannen wir, an Götter zu glauben, an Nationen, an Menschenrechte? Warum setzen wir Vertrauen in Geld, Bücher und Gesetze und unterwerfen uns der Bürokratie, Zeitplänen und dem Konsum? Und hat uns all dies im Lauf der Jahrtausende glücklicher gemacht?

Vor 100 000 Jahren war Homo sapiens noch ein unbedeutendes Tier, das unauffällig in einem abgelegenen Winkel des afrikanischen Kontinents lebte. Unsere Vorfahren teilten sich den Planeten mit mindestens fünf weiteren menschlichen Spezies, und die Rolle, die sie im Ökosystem spielten, war nicht größer als die von Gorillas, Libellen oder Quallen. Vor 70 000 Jahren dann vollzog sich ein mysteriöser und rascher Wandel mit dem Homo sapiens, und es war vor allem die Beschaffenheit seines Gehirns, die ihn zum Herren des Planeten und zum Schrecken des Ökosystems werden ließ. Bis heute hat sich diese Vorherrschaft stetig zugespitzt: Der Mensch hat die Fähigkeit zu schöpferischem und zu zerstörerischem Handeln wie kein anderes Lebewesen. Und die Menschheit steht jetzt an einem Punkt, an dem sie entscheiden muss, welchen Weg sie von hier aus gehen will.

Leseprobe und weitere Informationen finden sich auf der Website des Pantheon Verlags.

Paperback, Klappenbroschur 14,99 €

Der Mensch und die Spiritualität des Geldes …

Geschichte der Menschheit« in Verbindung mit dem Adjektiv ›kurz‹ scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Auch wenn das Buch von Yuval Noah Harari stattliche 526 Seiten umfasst, so kann es naturgemäß nur einen Abriss der wesentlichen Entwicklungssprünge aufzeigen, die die Menschwerdung und das Menschsein im Laufe der Geschichte – vom Affen bis zum Homo sapiens – innerhalb immerhin rund 70.000 Jahren vollzogen hat. Und welche Revolutionen uns zu dem machten, was wir heute sind.

Harari geht dabei von vier Revolutionen aus, die den Menschen formten. Dabei schafft die erste die Basis für alle weiteren Errungenschaften. Harari nennt sie die »kognitive Revolution«. Das heißt nichts anderes, als die Entdeckung der Kommunikation. Also nicht allein einer Sprache, die dazu dient, Informationen auszutauschen – das können Tiere genauso gut – nämlich zum Beispiel vor Gefahren zu warnen oder mitzuteilen, wo die besten Futterplätze sind. Es könnte sein, dass es dem Menschen nicht darum ging, sich über »Löwen und Büffel zu unterhalten, sondern vielmehr über seine Artgenossen, so eine der von vielen Forschern betätigten Theorien zur Entwicklung der Sprache. Mit anderen Worten diente somit unsere Sprache vor allem der Verbreitung von Klatsch und Tratsch.« {S. 35} Demnach scheint der ›Klatsch‹ der Kitt zu sein, der menschliche Gruppen zusammenhält. Das Wissen über die Mitglieder eines Stammes, wer mit wem kann oder eben nicht, dient dem Überleben und der Fortpflanzung. Bei kleinen Gruppen funktioniert das problemlos, schwieriger wird es bei größeren. Man kennt dieses Phänomen bis heute von Vereinen, da sind 150 Mitglieder die kritische Größe, ab der man die Verflechtungen nicht mehr im Blick haben kann.
Sprache ermöglicht dem Menschen aber noch etwas ganz außerordentliches: den Austausch über Dinge, die es gar nicht gibt. »Soweit wir wissen, kann nur der Sapiens über Möglichkeiten spekulieren und Geschichten erfinden.« {S. 37} Jetzt ist die Zeit der Legenden, Mythen, Götter und Religionen. »Nur der Mensch kann über etwas sprechen, das gar nicht existiert, und noch vor dem Frühstück sechs unmögliche Dinge glauben. Einen Affen würden Sie jedenfalls nie im Leben dazu bringen, Ihnen eine Banane abzugeben, indem Sie ihm einen Affenhimmel ausmalen und grenzenlose Bananenschätze nach dem Tod versprechen. Auf so einen Handel lassen sich nur Sapiens ein.« {S. 37} Das Wesentliche ist nicht, dass der Mensch sich etwas vorstellen kann, das besondere ist, dass er es sich ›gemeinsam‹ ausmalen kann. Diese Fähigkeit ermöglicht die Zusammenarbeit von Gruppen, deren Mitglieder sich nicht persönlich kennen. Sie kooperieren, weil sie an dieselbe Sache, denselben Mythos glauben, sei es ein Himmel voller Heiliger, oder die Existenz einer Firma oder das Zusammenleben in großen Städten. »Jede großangelegte menschliche Unternehmung – angefangen von einem archaischen Stamm über eine antike Stadt bis zu einer mittelalterlichen Kirche oder einem modernen Staat – ist fest in gemeinsamen Geschichten verwurzelt, die nur in den Köpfen der Menschen existieren. … Konzerne basieren auf gemeinsamen wirtschaftlichen Mythen: zwei Mitarbeiter von Google, die einander noch nie gesehen haben, können um den halben Erdball hinweg zusammenarbeiten, weil sie an die Existenz von Google, Aktien und Dollars glauben …« {S. 41}
Das Faszinierende an diesem Buch sind nicht die Fakten – die für sich allein genommen natürlich durchaus interessant und spannend sind –, sondern die Zusammenhänge, die Harari herstellt, und der veränderte Blickwinkel. Dabei ist es zwar irritierend, wenn einige Behauptungen nicht haltbar oder schlicht falsch sind, an der Gesamterkenntnis ändert dies jedoch nichts. Schließlich ist es ja auch für einen Historiker keine Kleinigkeit, 70.000 Jahre menschliche Geschichte abzuhandeln.

Allein die veränderte Sichtweise lässt einen bislang unbeachtete Parallelen entdecken und hebt den Horizont der eigenen Beschränktheit. »Das ›primitive Menschen‹ ihre Gesellschaft zusammenhalten, indem sie an Geister glauben und bei Vollmond um ein Feuer herumtanzen, verstehen wir sofort. Dabei übersehen wir gern, dass die fortschrittlichen Institutionen unserer modernen Gesellschaft keinen Deut anders funktionieren. Ein gutes Beispiel sind die Großkonzerne: Im Grunde sind Unternehmer und Anwälte gar nichts anderes als mächtige Zauberer. Die Geschichten, die sich moderne Juristen erzählen, sind sogar noch viel sonderbarer als die der alten Schamanen.« {S.41}

Manche Forscher glauben, in der Zeit der Jäger und Sammler herrschten paradiesische Zustände, erst mit der landwirtschaftlichen Revolution und dem damit verbundenen Besitz trat der Krieg in die Geschichte ein. Andere beschreiben die Steinzeit als grausam und blutig. Beides lässt sich nicht mit Gewissheit belegen, sagt Harari ganz zu Recht. An dieser Stelle vergleicht Harari zwei archäologische Befunde miteinander. Zum einen einen Fund aus Portugal, wo vierhundert Skelette aus der Zeit vor der Wende zur Landwirtschaft gefunden wurden. Davon zeigen nur zwei Spuren von Gewalt. In Israel zeigt von vierhundert Skeletten nur einer Spuren von Gewalt. Im Donautal ergab eine Untersuchung von 400 Skeletten 18 Fälle von Gewalteinwirkung. »… wenn tatsächlich alle 18 eines gewaltsamen Todes gestorben sind, dann würde das hochgerechnet bedeuten, dass rund 4,5 Prozent der Menschen im Donautal von ihren Mitmenschen ins Jenseits befördert wurden. Heute liegt der Durchschnitt weltweit bei 1,5 Prozent. … Im gesamten 20. Jahrhundert starben nur rund 5 Prozent aller Menschen eines gewaltsamen Todes – und das trotz zweier Weltkriege, eines chinesischen Bürgerkriegs, des Holocausts, des Völkermords an den Armeniern und Dutzender anderer Kriege und Völkermorde … Das Donautal der Steinzeit war offenbar genauso blutig wie das 20. Jahrhundert.« Andere Funde bestätigen das Ergebnis des Donautals. So oder so lassen sich diese Erhebungen aus regionalen Einzelfunden sicherlich nicht in Bausch und Bogen mit den Zahlen einer Statistik des 20. Jahrhunderts vergleichen. Aber dem Schluss, den Harari aus dieser wenig aussagekräftigen Gegenüberstellung zieht, kann man sicher zustimmen: »Einige Regionen scheinen in Frieden und Harmonie gelebt zu haben, andere schienen von blutigen Konflikten heimgesucht worden zu sein.« Eben wie in heutiger Zeit auch.

Die zweite Revolution, die dem Leben des Menschen eine neue Wende gab, ist der mysteriöse Umschwung von dem entspannten Dasein der Jäger und Sammler hin zum Ackerbauern und Viehzüchter. Warum der Mensch sich für diese arbeitsintensive Daseinsform entschied ist ein Rätsel. Harari untersucht dieses Phänomen anhand des Weizens, eine anspruchsvolle Pflanze, die höchsten körperlichen Einsatz verlangt, wie er sagt. »Untersuchungen von fossilen Skeletten zeigen, dass der Übergang zur Landwirtschaft ein Füllhorn von Leiden mit sich brachte, von Rücken- und Gelenkschmerzen bis hin zu Leistenbrüchen. Die neuen Aufgaben der Landwirtschaft nahmen außerdem derart viel Zeit in Anspruch, dass sich die Menschen dauerhaft neben ihren Weizenfeldern niederlassen und ihre gesamte Lebensweise umstellen mussten. Nicht wir haben den Weizen domestiziert, der Weizen hat uns domestiziert. Das Wort ›domestizieren‹ kommt vom lateinischen Wort domus für Haus. Wer lebt eingesperrt in Häusern? Der Mensch, nicht der Weizen.« {S. 106}
Und der Vorteil, den Weizen mit sich brachte, war überschaubar, jedenfalls für den Einzelnen. Insgesamt bot der Weizen mehr Kalorien pro Fläche, was eine exponentiell höhere Vermehrungsrate ermöglicht. Unterm Strich ernährte die Landwirtschaft mehr Leute, wenn auch unter schlechteren Bedingungen.
Trotz allem fällt es schwer, die Entscheidung zu einer arbeitsreichen Lebensweise nachzuvollziehen. Das gelingt erst, wenn ein weiterer Faktor – außer Wohlstand und Sicherheit – hinzukommt, nämlich der göttliche Faktor. Die Religion. Zeugen dafür, dass die Religion vermutlich einen großen Einfluss auf die Sesshaftwerdung des Menschen hatte, sind Fundstätten in Mesopotamien, allen voran das Monument auf dem Göbekli Tepe, ähnlich Stonehenge, jedoch noch von Wildbeutern gebaut. Dieses komplexe Bauwerk erforderte die Zusammenarbeit von vielen Menschen über einen langen Zeitraum hinweg, und diese durch die Arbeit örtlich gebundenen Menschen konnten nicht gleichzeitig bauen und jagen. Aber sie konnten das in der Umgebung wachsende Getreide kultivieren. »Göbekli Tepe lässt vermuten, dass erst der Tempel kam und dann das Dorf.« {S. 119}
Vieles, was heute die Gesellschaften noch ausmacht, entstand in dieser Zeit der neolithischen Revolution. Zum Beispiel die hierarchische Gesellschaft oder Gesetze, die das Zusammenleben von Menschen in größeren Städten regeln. Letztlich sind aber all diese Regeln, denen sich die Gemeinschaft verpflichtet, sei es die Begründung eines Anführers/Königs/Herrschers oder eines allgemein gültigen Gesetzeswerks pure Fiktion. Es ist nicht mehr als ein Mythos, an den alle glauben. Der Codex Hammurabi ist dafür ebenso ein Beispiel wie die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung. Jedes für sich eine probate Grundlage zur Bildung eines Großreiches.

Harari widmet sich im weiteren Verlauf seines Buches so spannenden Fragen wie, warum es in der Regel Männer sind, die an den Hebeln der Macht sitzen oder was der Begriff ›Kultur‹ eigentlich bedeutet. Und er legt dar, warum die Forderung der französischen Revolution nach ›Freiheit‹ und ›Gleichheit‹ unmöglich gleichzeitig zu erreichen ist. Denn Gleichheit beschneidet ja zum Beispiel die Freiheit der Reichen zugunsten der Armen. Trotzdem sieht Harari gerade solche Widersprüche als Motor der Geschichte.

Sehr interessant, vor allem angesichts der aktuellen Bestrebungen einiger Länder nach Autonomie und Abschottung, ist die Behauptung Hararis, dass sich die Geschichte unaufhaltsam in Richtung Einheit entwickelt. Dies ist nach seiner Ordnung die dritte Revolution, er nennt sie »Die Vereinigung der Menschheit«. Und tatsächlich kann der Leser seiner Argumentation folgen. »Heute leben alle Menschen unter demselben politischen System {der gesamte Planet ist in international anerkannte Nationalstaaten aufgeteilt}, demselben wirtschaftlichen System {die Kräfte des Marktes erfassen selbst die entlegensten Winkel des Planeten} und demselben Rechtssystem {zumindest theoretisch gelten überall die Menschenrechte und das Völkerrecht}. Das heißt nicht, dass alle Menschen gleich sind, aber sie sprechen alle die Sprache der Nationalstaaten, der kapitalistischen Wirtschaft und der Atomphysik.

Die Unterteilung in ›Wir‹ und ›die anderen‹ ist auch eine Entwicklung, die der Mensch in seiner Evolution gelernt hat. Laut Harari waren es Händler, Eroberer und Propheten, die diesen Gegensatz überwanden. »Für die Händler war die ganze Welt ein Markt und alle Menschen potenzielle Kunden.« {S. 211} Der Zusammenhang von Geld, Imperien und Weltreligionen ist dabei sehr erhellend. Und vor allem das Geld bewies extreme Toleranz und Anpassungsfähigkeit. »Menschen, die nicht an denselben Gott glauben und nicht demselben König dienen, sind gern bereit, dieselben Münzen anzunehmen. Osama bin Laden hasste zwar die Kultur, die Religion und die Politik der Vereinigten Staaten, aber ihre Dollars nahm er nur zu gern.« {S. 212}
Wie funktioniert aber das Geld? Zum einen ist es nicht nur praktisch und im Gegensatz zu Goldbarren, Land- oder Viehbesitz leicht zu transportieren. Vor allem ist es keine materielle, sondern eine hochgradig spirituelle Angelegenheit: Es verwandelt Materie in etwas rein Geistiges. Das kann nur auf der Basis von Vertrauen funktionieren. Und da haben wir wieder diesen kollektiven Glauben an einen Mythos, eine Phantasie, eine Lüge, auf der Weltreiche basieren.

Und dabei zeichnet sich der Mensch in vielerlei Hinsicht aus, und sei es auch nur durch seine Fähigkeit, gleichzeitig sich völlig widersprechende Behauptungen zu akzeptieren. »… daher schaffen es Abermillionen gläubiger Christen, Muslime und Juden spielend, gleichzeitig an einen allmächtigen Gott und einen unabhängigen Teufel zu glauben.« {S. 269} – Einen großen Abschnitt widmet Harari den verschiedenen Religionen, von einer Vielheit der Götter zu einem monotheistischen Glauben, der gelegentlich jedoch so monotheistisch nicht ist, wenn man an die vielen Heiligen der katholischen Kirche denkt, in denen die Götter der Antike weiterleben. Immerhin ist der Polytheismus an sich tolerant. Zum Beispiel die Römer, die bereitwillig fremde Götter in ihren Olymp aufnahmen. Was die Christen betraf, »verfolgten die Römer diese Minderheit, … weil sie in ihr eine politische Bedrohung sahen. Doch selbst dann gingen sie ehr halbherzig gegen die Rebellen vor. In den drei Jahrhunderten, die zwischen der Kreuzigung Jesu Christi und der Bekehrung von Kaiser Konstantin vergingen, befahlen die römischen Kaiser lediglich vier organisierte Christenverfolgungen … wenn man sämtliche Opfer aller Christenverfolgungen zusammenrechnet, stellt man fest, dass die polytheistischen Römer in diesen drei Jahrhunderten lediglich einige Tausend Christen ermordeten. Zum Vergleich: In den kommenden anderthalb Jahrtausenden schlachteten sich die Christen gegenseitig zu Millionen ab, weil sie die Lehre der Nächstenliebe in einigen Detailfragen unterschiedlich interpretierten.« {S. 261} Denken wir nur an die Bartholomäusnacht, in der innerhalb von 24 Stunden mehr als 5000 Protestanten hingemetzelt wurden. Mehr als in Rom in allen Christenverfolgungen zusammen.

Die letzte Revolution reicht bis in unsere Zeit hinein, es ist »Die wissenschaftliche Revolution«.

Hier können nur einige Aspekte dieses faszinierenden Buches behandelt werden, das noch so viele bemerkenswerte Bereiche der Menschwerdung und Menschseins abhandelt. Auf den mehr als 500 Seiten bietet Harari noch viel mehr Stoff.

Fazit

Dieses Buch ist ein großer Gewinn für alle Leser. Und zwar nicht, weil Harari letztgültige Weisheiten über die Entwicklungsgeschichte der Menschheit vermittelt. Wissensvermittlung geschieht eher nebenbei. Und mitunter langatmig – weil er bei jedem neuen Thema wieder in der Steinzeit beginnt. An manchen Stellen sind seine dargebotenen Fakten nicht einmal besonders fundiert. Was manche Behauptung betrifft, beruhen sie {was z.b. die Steinzeit und unser Wissen darüber betrifft} naturgemäß auf Vermutungen, die Harari jedoch mitunter zu Gewissheiten werden lässt. Ebenso interpretiert er Fakten je nach Gegebenheit passend. Diese Unschärfen sind im Einzelnen aber ganz unerheblich. Das Besondere an Hararis Buch ist, dass es ihm gelingt, ein grundlegendes Verständnis für die menschliche Entwicklung in allen Bereichen zu wecken. Und dabei permanent das Nachdenken, das Überdenken von vermeintlich Altbekanntem, Geglaubtem oder Gewusstem anzuregen. Er gibt Anlass zum Staunen, zum Schimpfen, zum Widersprechen, er verschafft tiefere Erkenntnissen und ermöglicht andere, auf den Kopf gestellte Betrachtungen, die völlig neue Zusammenhänge herstellen, Sichtweisen ermöglichen und Erkenntnisse schaffen, über uns. Und über die anderen. Und letztlich über die Menschheit.